

St. Martini
Noch Ende des 12. Jahrhunderts war durch die Förderung Heinrichs des Löwen die
Besiedlung im Umfeld der Burg so weit gewachsen, dass die Bewohner mit dem Bau großer
Kirchen begannen. Die Weichbilde - mit Ausnahme des Sack - wollten durch eigene
Pfarrkirchen ihre Selbstständigkeit innerhalb der Gesamtstadt unterstreichen. Bereits
1190/95 wurde in der Altstadt mit dem Bau der Haupt- und Marktkirche von St. Martini
begonnen. Grundlage war das Planschema des Doms. Ursprünglich als dreischiffige
Pfeilerbasilika begonnen erfolgte zwischen 1250 und 1400 der Umbau zur gotischen
Hallenkirche. Um 1400 wurde dem bis dahin kastenförmigen Hallenraum das Chorpolegon und
ab 1434 am zweiten Joch des südlichen Seitenschiffes die Annenkapelle angebaut. Von der
romanischen Bauphase sind der Westbau mit Teilen einer romanischen Glockenstube sowie die
beiden westlichen, beim Umbau versetzten Seitenschiffportale erhalten. Das Turmwerk der
Martinikirche ist damit das einzige der Braunschweiger Kirchen, das noch in romanischer
Zeit vollendet worden war. Von 1968 bis 1986 war Werner Burkhardt Kantor und Organist an
St. Martini.
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